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Grand Canyon auf Kreta

Die Samaria-Schlucht zählt in jedem Fall zu den Höhepunkten einer Reise nach Kreta. Mit knapp 13 Kilometern ist sie eine der längsten Schluchten Europas. In der Hochsaison durchqueren täglich bis zu 4000 Wanderer die Schlucht mit ihren spektakulären Felswänden und der einzigartigen Flora und Fauna.

Die ersten sieben Kilometer geht es bergab

Auf dem Weg zur Samaria-Schlucht schlängelt sich die Straße durch die Landschaft der Lefka Ori, der Weißen Berge, zur Omalos-Hochebene. Das Abenteuer beginnt bei Xyloskalo, dem nördlichen Einstieg in die Schlucht, an dem sich auch das gleichnamige "Xyloslako Cafe" befindet. Dort kann man bei einer Tasse Kaffee bereits die wunderschöne Aussicht auf die Schlucht und die umgebenden Gipfel genießen. Der mehr als 2000 Meter hohe, heilige Berg Gingilos begrüßt die Ankömmlinge. Bei der Wanderung durch die 12,8 Kilometer lange Schlucht überwindet man 1200 Höhenmeter. Die ersten sieben Kilometer der Tour bedeuten Abstieg. 900 Höhenmeter geht es über viele Stufen hinab ins Innere des Gebirges, das sich vor 13 Millionen Jahren erhob. Nach weiteren 3,2 Kilometern erreichen Wanderer das Fischerdorf Agia Roumeli, wo die Fähre zur Rückfahrt wartet. Und die möchte keiner verpassen. 

Täglich mehr als 1500 Menschen durch die Schlucht

Bei Kilometer 7,5 ist das verlassene Dorf Samaria erreicht. Heute dient es als Station der Parkranger. Früher lebten in den Steinhäusern Familien. 1965 wurden sie umgesiedelt. "Meine Mutter ist hier noch aufgewachsen", sagt der Nationalpark-Ranger Eftichis Marakakis. "Sie hätte sich wohl kaum vorstellen können, dass später einmal mehr als 1500 Menschen täglich durch die Schlucht marschieren." Im vergangenen Jahr wurden 130.000 Besucher gezählt. Besonders die Pflanzen haben es ihm angetan. "Wer genau hinsieht, erkennt die unterschiedlichen Kräuter und Blumen, die zwischen den Felsen gedeihen." Unübersehbar ist die weinrote, sich kess aufreckende Dracunculus.

                                                                                                                                                                                                   Quelle: t-online.de/reisen