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Fast zwei Dutzend antike Schiffswracks vor Inselgruppe Fourni gefunden

Fast zwei Dutzend antike Schiffswracks vor Inselgruppe Fourni gefunden

 
Vor der Inselgruppe Fourni nahe Samos orteten Unterwasserarchäologen 23 unbekannte antike Schiffswracks. Das teile das griechische Kulturministerium am Montag mit. Es ist der zweite vergleichbare Sensationsfund in zwei Jahren. Bereits 2015 waren in nur 13 Tagen 22 Wracks vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis ins 16. nachchristliche Jahrhundert gefunden worden.

In einer neuen Tauchkampagne zwischen dem 8. Juni und dem 2. Juli hatten griechische und amerikanische Wissenschaftler den Meeresboden bei Fourni bis zu einer Tiefe von 65 Metern untersucht. Mit Hilfe von einheimischen Fischer und Schwammtauchern von der Insel Kalymnos fanden sie 23 Wracks, die eine Zeitspanne von der archaischen Epoche (700 bis 480 v. Chr.) bis ins 19. Jahrhundert abdecken und eine Fülle beweglicher Funde enthalten. Es handelt sich überwiegend um antike Handelsschiffe, die mit Amphoren beladen waren. Ein Wrack aus dem frühchristlichen Zeitalter enthielt auch Tafelgeschirr aus Nordafrika. Einzelfunde wurden ferner im Umfeld der Wracks gemacht, namentlich Keramik und Keramikfragmente sowie steinerne Ankergewichte. All diese Funde bestätigten die ersten Einschätzungen aus dem letzten Jahr, wonach die an sich bedeutungslose Inselgruppe zu allen Zeiten als Zufluchtsort vor Stürmen an der Schnittstelle zwischen den Handelsrouten vom Schwarzen Meer nach Nordafrika und vom westlichen Mittelmeer in die Levante gedient hat, so das Ministerium. Da bislang nur 15 Prozent der Küstenlinie von Fourni untersucht wurden, sei mit einer Vielzahl weiterer Wrackfunde zu rechnen. Die Forschungen sollen bis 2018 fortgesetzt werden. Federführend bei beiden Kampagnen waren Jorgos Koutsouflakis vom griechischen Amt für Unterwasserarchäologie und sein amerikanischer Kollege Peter Campbell von der R.P.M. Nautical Foundation.

                                                                                                                                                                                  Quelle: Griechenland.net