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Bonzen-Villen in Griechenland unter dem Hammer

Bonzen-Villen in Griechenland unter dem Hammer

Die Banken in Griechenland zeigen sich entschlossen, luxuriöse Immobilien notorischer Zahlungsverweigerer zur Zwangsversteigerung zu bringen.

In Griechenland wird für Schuldenmacher das Jahr 2017 sein Debüt mit Zwangsversteigerungs-Programmen geben, da die Banken sich entschlossen zeigen, die strategischen Zahlungsverweigerer „an die Kandare“ zu nehmen.

In einer ersten Phase werden luxuriöse Immobilien, Wohnungen, Villen und Ferienhäuser unter den Hammer kommen, die als Erstwohnung gemeldet sind und „in Konkurs gegangenen“ Unternehmern und Reedern gehören.

Griechenlands Banken verfügen über 200.000 Immobilien

Die Listen mit den „goldenen Immobilien“, die sich in den nördlichen oder südlichen Vorstadtbezirken Athens, in teuren Wohngegenden Thessalonikis, auf kosmopolitischen Inseln sowie auch in anderen Regionen des Landes befinden, sind fertiggestellt. In diesen Listen sind 8.000 – 10.000 solcher Immobilien umfasst, die auch die ersten sein werden, die ab Anfang 2017 unter den Hammer zu kommen beginnen sollen.

Die jüngste Untersuchung der Griechischen Bank zeigt, dass 6 von 10 Unternehmen der Kategorie der strategischen „faulen Zahlern“ angehören und ihre Verpflichtungen über einen Zeitraum von über 3 Jahren nicht bedienen.

Wir sind bereit, teure Immobilien unter den Hammer zu bringen und an alle eine klare Botschaft zu senden, dass es mit den Lügen vorbei ist„, äußerte gegenüber der griechischen Zeitung „Ethnos tis Kyriakis“ ein hochrangiger Funktionär einer systemischen griechischen Bank und stellte klar, dass die Listen konkrete Immobilien und nicht die Wohnungen des „kleinen Mannes“ umfassen. Wie er charakteristisch anmerkte: „Wenn ich die Villa des Reeders habe, der nicht zahlt, werde ich sie unter den Hammer bringen. Die Villa und nicht die Eigentumswohnung in Kallithea oder Ägalio. Das ist unsere Absicht, weil der Verspottung seitens der ‚faulen‘ Zahler endlich ein Riegel vorgeschoben werden muss.

Gemäß den Daten und bisher von den Banken angestellten Recherchen wird veranschlagt, dass fast 60.000 – 70.000 Personen strategische Zahlungsverweigerer sind, also systematisch nicht zahlen, obwohl sie es könnten. Von diesen haben 50% Privatkredite (Wohnungs- / Verbraucherkredite) und 50% Unternehmenskredite. Um zu den Listen mit den teuren Immobilien zu gelangen, wogen die Banken konkrete Parameter ab, wie:

  • die Art des Kredits,
  • den Betrag des Kredits,
  • den Zeitraum, über den er nicht bedient wird,
  • das Kooperationsverhalten des Kreditnehmers,
  • ob es sich um eine Wohn- oder eine gewerbliche Immobilie handelt,
  • das Gebiet, in dem die Immobilie liegt,
  • und schließlich die Handelbarkeit.

Derzeit verfügen die Banken in Griechenland mittels der leistungsgestört gewordenen Kredite über ungefähr 200.000 Immobilien. Im „roten Bereich“ sind mehr als 2,7 Millionen Kredite mit Gesamtschulden von fast 98,5 Mrd. Euro, während unter Hinzurechnung auch der Kredite, die sich seit weniger als 90 Tagen in Verzug befinden, die Anzahl 3 Millionen Kredite und die Gesamtschuld 108 Mrd. Euro übersteigt.

 

                                                                                                                                                                                       Quelle: griechenland.gr